Saturday, November 21, 2009

Ziel und Charakter eines Jugendkreises

Heute bin ich geflashed. Der EC Kreis Holthausen hat gebrunched und getagt um sich u.a. mit der Frage zu beschäftigen: was wollen wir und wie sollen wir sein.

Das Ergebnis hat mich sehr ermutigt:

Ziele
: wir wollen...
Mission
Gemeinschaft
im Glauben leben u. wachsen

Charakter: Unser Jugendkreis sollte...
ein Ort sein wo Gott ist
ein zu Hause sein
ein Ort der Offenheit sein
ein Ort des Lernens sein
ein Ort des Spaß sein
ein Ort des Lobpreises sein

Monday, November 16, 2009

Theologisches Masterstudium

Ich möchte irgendwann ein Master in Theologie machen - am besten berufsbegleitend, da ich es der kleine Family nicht zumuten kann, ständig auf Achse zu sein und immer umzuziehen. Außerdem ist Plettenberg mir genehm :) Ich habe eine Liste erstellt von den verschiedenen Optionen auf dem Markt, die mir begegnet sind.

M.A. Evangelische Theologie - Evangelische Hochschule Tabor. Dieses Studium hat einen sehr großen Praxisbezug und eine angenehme Auswahl an Modulen - von Spiritualität, Gemeindebau in urbaner und postmoderner Wirklichkeit, Islam, Mentoring & Coaching, Seelsorge, ganzheitlicher Mission.

M.A. Religion und Psychotherapie - EH Tabor. Interdisziplinär und interkulturell - die Module sehen spannend aus. Ich glaube nicht, dass es meine Richtung ist, aber ich hätte auch an manchem Interesse...

M.A. Systematic and Philosophical Theology - University of Nottingham. Ich fände es sehr spannend, mich in die systematische Theologie zu vertiefen - in Nottingham haben manche ein besonderen Flair drauf - es heißt "Radical Orthodoxy". Der Ansatz des Masters ist, sich in der ganze theol. Tradition zu vertiefen und sich die Begegnung mit der Philosophie nicht zu scheuen.

M.A. Church History - University of Nottingham. Der Kurs ist spannend und legt bewusst einen Schwerpunkt auf die Väter und das Mittelalter während die Reformation links liegen gelassen wird! Ich vermute, sie gehen davon aus, dass die Reformation bei den meisten Bachelors breit behandelt und der Rest eher flüchtig wahrgenommen wurde. Vieles Interessantes!

M.A. Transformation Studies - MBS/UNISA. Ein paar Freunde machen dieses Studium schon. Ich finde es spannend wie vieles an Energie, die die Welt verändern will, in diesem Kurs gebündelt und reflektiert wird. Ich hätte auch Lust auf manche Module...

M.A. Biblical Interpretation - LST. Es gibt Module wie AT Theologie, Theologie der Armen, der Heiliger Geist, Hermeneutik, Islam.

Wer kennt sonst noch vernünftige berufsbegleitende Master-Studiengänge für Theologen?

Friday, October 30, 2009

gute Nachrichten

Der ehemaliger Hassprediger, Mohammed al-Fasasi, hat im Gefängnis einen Brief verfasst, in dem er sich von der Gewalt und Terrorismus lossagt. Der Brief liegt in arabischer und deutscher Fassung in vielen Moscheen vor.

Ich nenne das Gebetserhörung.

Für mehr Info siehe dieser Artikel.

Monday, October 26, 2009

Flatrate-Gebet

Heute beim Jugendtreffen-plus hat Thorsten Riewesell über Gebet bei Paulus gepredigt. Ich hatte TR nie gehört und war sehr angetan von mindestens drei Sachen:

- Gebet für die Welt ist nicht einfach so ein frommes Ding, sondern: Paulus Gedanke, für die Welt zu beten kommt her vom Kreuz. Darum, weil Christus für alle Welt gestorben ist, darum beten wir für alle Welt.

- TR hinterfragte den Gedanken "alle Welt, alle Menschen" - (etwa: vielleicht klingt es zu idealistisch und naiv) um dann nur den Zynismus zu hinterfragen (etwa: warum denn nicht alle Menschen, alle Welt!!?)

- Wir müssen nicht warten bis zum günstigen Tarif-Zeitpunkt um zu beten, sondern wir haben ein Flatrate - also online gehen!

Tuesday, September 01, 2009

angekommen


Unsere kleine Tochter verbreitet seit Anfang Juli uns gute Laune. Klar, da ist manches mit ihr eine Umstellung. Doch ihr sonniges Wesen macht froh und dankbar. Und sie schläft sehr gut. Jeden Tag mit ihr kosten wir aus. Ich freue mich auf den Tag, wo ich mit ihr reden kann und sie besser kennen lernen. Aber erstmal lächeln wir uns gegenseitig zu.

Seit Ende Juli wohnen wir in Plettenberg, eine Stadt im Sauerland. Dort arbeite ich in eine LKG und bin dankbar für die viele Menschen, die angepackt haben beim Umzug. Es ist sehr spannend, was sich hier entwickelt hat und noch entwickeln wird.

Bis jetzt habe ich über das Abendmahl und über die Liebe (1 Kor 13) gepredigt. Ich finde mich so langsam hier ein. Das Sauerland ist im Umbruch und Aufbruch, wie ich finde!

Wednesday, July 15, 2009

reformierte Spiritualität

Der liebe Stefan zitierte (zum Nachdenken) einen gewissen Peter Scazzero, der die Entwicklung einer gesunden Gebetshaltung in vier Schritten beschreibt. Jeder Schritt bedeutet eine qualitatives geistliches Wachstum. Am Ende steht, dass man in Gottes Gegenwart verweilt und nichts sagt.

Ich habe nachgedacht und es regt mich an ein anderes Zitat zu bringen, das in eine andere Richtung weist und meine (reformierte) Tradition der Spiritualität eher entspricht:

"In den mystischen und kontemplativen Traditionen, ist das Ziel die Union mit Christus. Union mit Christus geschieht durch ein Muster von geistlichen Übungen oder eine Reihe von geistlichen Ebenen. Das Bild von einem Leiter wird oft verwendet. Doch die Spiritualität des Evangeliums ist dem entgegengesetzt: Union mit Christus ist nicht das Ziel der Spiritualität, sondern die Grundlage der Spiritualität. Sie wird nicht erreicht durch Übungen oder Ebenen, sondern wird geschenkt durch den kindlichen Glauben."
Steve Timmis und Tim Chester, Total Church, S. 139. (Üs. S.S.)


Scazerro will es bestimmt nicht so, aber seine vier Schritte wirken für mich elitär, weil ich nicht auf seine Etage bin. Ich habe Freunde, die von Zeiten der absoluten Stille profitieren. Das sei denen herzlich gegönnt. Ich werde eher kirre dabei und brauche das, was mir andere beigebracht haben, etwa wie Psalmen oder formulierte Gebete. Vielleicht denkt Scazzero, dass ich noch unreif bin (wohl auf der ersten Stufe!). Wird schon stimmen. Aber bis ich reifer bin, muss ich wohl mit meiner Bibel und angefochtenem Glauben auskommen, bis Gott alles in allem wird.

Thursday, July 02, 2009

Freiheitswahn

Pirate-Bay, ein Film und Musik Raubkopie-Webseite (vornehm: Tauschbörse), von pubertierende Schweden gegründet, ist für 30 Millionen Kronen verkauft worden an irgendeine Firma. Die Gründer haben sich als Befreier dargestellt, die sich gegen globale Konzerne durchsetzen, um die arme, mittellose Jugend zu schützen vor den unverschämten Preisen von CDs und DVDs.

Mit dem Verkauf von Piratebay ist der Freiheitsruf enttarnt als doch bloßes Selbstbehauptungsmanöver – die Gründer haben sich ohnehin durch die Werbeeinnahmen bereichert und nun sitzen sie da mit gefüllten Bankkonten. Ein Blogger druckte es schön aus: „Alles ist käuflich, auch eure Pseudointegrität“ (Quelle: FAZ heute).

Ein weiterer Freiheitsruf, die ich mit zunehmender Skepsis begegne, ist die Blockade der Sperrung von rechtswidrigen Internetseiten. Ich habe zahlreiche blogs gelesen, die gegen die Gefahren eines totalitären Staats warnen und mit dem neuen Gesetzesentwurf die Wiederbelebung des Stasis oder der Anfang von Chinas geplanter „Grüner Damm“ sehen.

Diese Gefahr ist m.E. eine mögliche, aber: wenn man zuerst die Vorstellung des Internets als rechtsfreie Zone ablehnt und zweitens anerkennt, dass der Rechtsstaat (im Unterschied zur, etwa, Anarchie) eine sinnvolle Regelung für das Zusammenleben vieler Menschen ist, dann fehlen alle Argumente für eine Position, die eine gewisse Rechtsregelung des Internets in Frage stellt.

Es besteht die Gefahr, dass die Sperrung auf völlig legitime Meinungen ausgedehnt wird. Aber doch genau die gleiche Gefahr besteht bei einem Staat, der Polizisten beauftragt und eine Rolle für die Justiz vorsieht. Die Justiz kann schief gehen, Internet-Sperrungen können schief gehen. Aber daraus den Schluss zu ziehen, beide sind unnötig, ist zu kurz gedacht.

Der Staat hat die Pflicht, solche Sperrungen von dubiösen Internetseiten zu vollziehen, genauso wie Polizisten für Ordnung und Schutz der Bevölkerung sorgen.